Aortenklappenstenose

Kinderherzchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Robert Cesnjevar

Definition

RA/RV = Rechtes Atrium/Rechter Ventrikel; LA/LV = Linkes Atrium/Linker Ventrikel; AO = Aorta; PA = Pulmonalarterie; Grafik mit freundlicher Genehmigung von Christian Daumal, Webmaster von www.heartandcoeur.com

Dies bezeichnet eine Klappenverengung im Bereich der linken Ausstrombahn der Aorta. Hier liegt eine gering- mittel- oder hochgradige Verengung (= Stenose) vor, so dass die linke Seite des Herzens gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen muss. Durch die andauernde Druckbelastung entsteht nachfolgend eine Hypertrophie (Vergrößerung) der linken Herzkammer.

Symptome

Die meisten Patienten mit wenig ausgeprägter Enge sind symptomlos, doch erscheinen Krankheitszeichen bei hochgradigen Verengungen. Die Patienten erleiden Schwindelattacken, haben Brustschmerzen (Angina pectoris) oder verlieren das Bewusstsein.

Einschränkungen

Das Kind sollte bei mittelgradiger bis hochgradiger Aortenklappenstenose nicht an Sportwettkämpfen, Geländeläufen oder ähnlichen sportlichen Aktivitäten teilnehmen, die ein hohes Maß an körperlicher Leistung mit darausfolgender Blutdruckerhöhung verlangen.

Diagnose / Untersuchungen

Die Echokardiographie ist hilfreich, um den Grad der Stenose zu bewerten. Eine Herzkatheteruntersuchung ist zu empfehlen, wenn eine Operation als nötig befunden wird. Dabei wird die Druckänderung jenseits der Klappen gemessen und über ein farbiges Kontrastmittel werden die Bewegung der Klappen und die Strömungsverhältnisse des Blutes sichtbar gemacht.

Therapie

In erster Linie wird hier die Ballondilatation durchgeführt. Nach der Prozedur ist es möglich, dass die Klappen nicht ganz dicht schließen, doch ist dies im Vergleich zu der hochgradigen Enge zuvor vernachlässigbar. Falls die Aufweitung der Klappen keinen Erfolg hatte, wird die Operation meistens doch nötig. Doch selbst wenn die Aufweitung und OP erfolgreich verliefen, kann es nötig werden mit fortschreitendem Alter die Klappen zu ersetzen.

Nachkontrollen

Kinder mit geringgradigen Aortenstenosen werden in weiten Abständen zu einer ambulanten Nachuntersuchung (Echokardiographie) einbestellt, um sicherzustellen, dass der Grad der Verengung im Laufe des Wachstums nicht zunimmt. Natürlich werden operierte Kinder ebenfalls einer Verlaufskontrolle unterzogen, um eventuell eine erneute Korrektur über einen Herzkatheter (siehe auch Aortenistmusstenose) oder eine notwendig Operation zu planen, welche das Herz entlastet, falls die Verengung wieder zugenommen hat. Eine Endokarditis-Prophylaxe sollte vor und nach einer Operation immer erfolgen.


 
 
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Zusammenfassung