Aortenbogenrekonstruktion - "Beating heart"

Kinderherzchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Robert Cesnjevar

Aortenbogenrekonstruktion – „Beating Heart“

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Münch F., Vestweber- Wilmes E., Weyand M., Bretzger J., Hakami L., Cesnjevar R.
Zentrum für Herzchirurgie der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg


Zusammenfassung:

Aortenbogenrekonstruktionen werden gewöhnlich in tiefer Hypothermie mit kurzfristigem Kreislaufstillstand bei 15 -18°C Körperkerntemperatur durchgeführt. Alternativ dazu hat sich auch der kardioplegische Herzstillstand mit selektiver Kopfperfusion während der Bogenkorrektur etabliert. Aufgrund unserer Erfahrungen mit dem zuletzt genannten Verfahren haben wir dieses weiterentwickelt. Dies entspricht einer Operationstechnik als „Beating-Heart-Modifikation“. Mit dieser Technik ist es uns möglich Aortenbogenrekonstruktionen ohne Ischämie des Herzens bzw. Operationen die man wegen zu langer Ischämie oder Kreislaufstillstand als zweizeitigen Eingriff vornehmen würde, in einer Sitzung mit einer wesentlich geringeren Gesamtischämie und EKZ Zeit durchzuführen. Durch die Vermeidung des hypothermen Kreislaufstillstandes werden wesentlich geringere neurologische Defizite bei ausreichender Kopfperfusion verursacht. Durch moderates Abkühlen wird wesentlich weniger in die Gerinnungskaskade eingegriffen. Die Blutungsneigung ist bei geringerer Abkühlung deutlich reduziert. Einen weiteren positiven Effekt stellt die insgesamt kürzere Bypasszeit dar. Dies bedeutet kürzere Gesamtoperationzeiten,