Erlanger Verfahren der modifizierten Ultrafiltration

Kinderherzchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Robert Cesnjevar

„MUF-DeLuxe“ - Erlanger Verfahren der modifizierten Ultrafiltration

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Münch F., Vestweber- Wilmes E., Bretzger J., Hakami L., Weyand M., Cesnjevar R.
Zentrum für Herzchirurgie der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg


Zusammenfassung

Die modifizierte Ultrafiltration (MUF) ist in der Kinder- und Säuglingschirurgie ein anerkanntes Verfahren zur Elimination von überschüssigem Gewebewasser nach herzchirurgischen Eingriffen unter Zuhilfenahme der HLM. Hierbei wird arterielles Blut aus der Aortenkanüle entnommen und nach Passage eines Hämofilters in den rechten Vorhof zurückgegeben.

Somit wird nicht nur filtriert, die Lungenstrombahn wird auch mit „sauerstoffreichem“ Blut perfundiert und der pulmonalarterielle Druck infolge des erhöhten Sauerstoffpartialdruckes gesenkt. Hämatokriterhöhung, Ödemrückbildung und Senkung des PAP führen zu einem Anstieg des arteriellen Drucks bei gleichzeitig reduzierter Volumenbelastung des Herzens.

Die modifizierte Ultrafiltration nach Elliott wurde 2001 im Zentrum für Herzchirurgie Erlangen – Nürnberg eingeführt. Bei deren Umsetzung sind wir auf einige technische Schwierigkeiten gestoßen, die auch in der Literatur beschrieben sind.

Mit diesen Problemen konfrontiert, vereinfachten wir das von M. Elliott beschriebene MUF-System, zu der von uns sogenannten „MUF-DeLuxe“, welche alle technischen Probleme eliminierte und die gewünschten Effekte bei maximaler Patientensicherheit erzielte.