Endokarditis

Kinderherzchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Robert Cesnjevar

Endokarditis

Einige Kinder mit Herzfehlern können zusätzlich an einer ernsthaften Infektion erkranken, die meistens durch Keime im Mund (beispielsweise durch eine Zahnbehandlung), einer Infektion des Hals- oder Rachenraumes, der Bronchien bzw. der Lunge oder der Ohren verursacht wird.
Die Keime gelangen über den Blutweg zum Herzen und lösen dort eine Entzündung der Herzinnenhaut aus, welche zu entzündlichen Veränderungen an den Herzklappen führt.

Treten Allgemeinsymptome wie z. B. Fieber, Bewusstseinstrübung, Appetitmangel, Gewichtsverlust, Herz- und Gelenkbeschwerden, Atemnot oder Embolien (linsengroße, rote, druckschmerzhafte Knötchen in der Haut) auf, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Eine Endokarditis muß unbedingt mit speziellen Antibiotika behandelt werden. Vorbeugen kann man z. B. durch regelmäßige Zahnpflege und Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt. Außerdem ist eine antibiotische Prophylaxe vor und nach chirurgischen Eingriffen unbedingt notwendig.