Fontan-Operation

Kinderherzchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Robert Cesnjevar

Fontan-Operation

Das Prinzip der stufenweisen Korrektur ist eigentlich im Großen und Ganzen immer das gleiche. In der ersten Stufe wird die Lungendurchblutung reguliert, so daß z.B. bei einer Minderdurchblutung eine zusätzliche Kurzschlußverbindung (Shunt) geschaffen wird, um den Blutfluß durch die Lunge zu erhöhen. Anschließend versucht man die Gefäße, welche sauerstoffarmes Blut führen, an die Lungenschlagader anzuschließen, so dass das Blut auch unter Umgehung der Pumpfunktion des Herzens in die Lunge gelangt, um dort mit Sauerstoff angereichert zu werden. Zudem werden weitere Kurzschlüssse innerhalb oder außerhalb des Herzens gelegt, um sauerstoffverbrauchtes Blut aus der unteren Körperhälfte in die Lunge zu leiten.

Dies beschreibt das Vorgehen bei der sog. FONTAN- OPERATION, die normalerweise in zwei Schritten und unterschiedlichen Zeitpunkten (3. – 6. Lebensmonat und 2. – 3. Lebensjahr) abläuft, um der Entwicklung und Belastung von Herz und Lunge Rechnung zu tragen.

Die Fontan-Kreislaufsituation bedeutet keine Wiederherstellung der normalen Verhältnisse, sondern bewirkt eine funktionelle Kreislauftrennung. Der Blutfluß in die Lunge wird durch den Unterdruck der Lunge beim Atmen und den Sog der verbleibenden Herzkammer in Gang gehalten. Voraussetzung sind natürlich ein geringer Gefäßwiderstand in der Lunge und eine gut funktionierende Herzkammer ohne Rhytmusstörungen.