Norwood-Operation

Kinderherzchirurgie

Leiter:
Prof. Dr. med. Robert Cesnjevar

Norwood-Operation

Die Norwood Operation verläuft in drei Schritten:

1. In der ersten OP-Phase wird ein Homograft-Patch oder ähnliches Material benutzt, um die unterentwickelte Aorta zu vergrößern. Der Pulmonalarterienstamm mit Herzklappe wird an die rekonstruierte Aorta angeschlossen. Die Lungendurchblutung wird über einen Shunt (Kurzschlußverbindung) sichergestellt. Das Loch in der Vorhofscheidewand wird vergrößert, um den Kreislauf aufrechtzuerhalten und keinen Lungenstau zu provozieren.

2. Der nächste operative Eingriff erfolgt im Alter von 5 – 6 Monaten. Die obere Hohlvene, die sauerstoffarmes Blut aus der oberen Körperhälfte bringt, wird mit der Pulmonalarterie verbunden (sog. Glenn-Operation).

3. Etwa ein Jahr später wird auch die untere Hohlvene, die sauerstoffarmes Blut aus der unteren Körperhälfte bringt, ebenfalls mit der Pulmonalarterie verbunden (Fontan-Komplettierung).